Verabschiedung vom Auto am Pritschenwagen

Letzte Woche hat mich regelrecht das Unglück verfolgt. Ich hatte wahnsinnig großen Stress und damit verbundenen Ärger auf der Arbeit, bis hin zum Streit mit Kollegen und Vorgesetzten und privat bin ich dann auch noch auf der Straße liegen geblieben mit meinem Wagen. Also alles hat mal wieder gepasst. Ich glaube einfach, dass man das Leben manchmal einfach nur so hinnehmen und annehmen muss, akzeptieren wie die Dinge kommen, sonst wird man krank oder wahnsinnig, vielleicht aber auch beides. Eine Auseinandersetzung mit einer guten Freundin habe ich noch gar nicht erwähnt, aber das ist auch noch nebenher passiert. Ja das muss man alles erstmal verarbeiten und parallel geht der Alltag weiter und man muss trotzdem noch funktionieren. 

Der Pritschenwagen war das positivste der ganzen Woche

Ich bin also völlig genervt nach der Arbeit weg gefahren, an dem Tag, an dem ich mich am allerliebsten von allen dort verabschiedet hätte, aber eben auf eine sehr unschöne Art und Weise. Mir war wirklich danach, einfach meine Sachen zu packen, meinen Arbeitsplatz aufzuräumen und dann zu gehen. Praktisch eine direkt umgesetzte Kündigung. Doch irgendwas hat mich dann letzten Endes doch von dieser Entscheidung aus der aufgeheizten Situation heraus abgehalten. Im Nachhinein bin ich auch ganz froh darüber, denn die Arbeitslosigkeit hätte ich zur Zeit finanziell überhaupt nicht gebrauchen können. Ich und ein neuer Job, bis ich auf Tuchfühlung mit anderen Menschen und einem neuen Umfeld bin, dauert es Ewigkeiten, daher ist es für mich eine riesen Aktion, einen neuen Arbeitgeber zu suchen und dort dann auch erst mal klarzukommen. 

Hinten drauf gepackt und losgefahren

Als ich auf der Schnellstraße war, merkte ich auf einmal, wie das Auto zu ruckeln begann. Bevor ich es überhaupt so richtig realisierte, blieb es bereits stehen. Ich dachte mir in diesem Moment nur, dass man doch gar nicht so viel Unglück an einem Tag haben kann! Ich brauchte einige Minuten um mich zusammenzufassen um dann letztendlich die Versicherung über meine Situation zu informieren. Kurze Zeit später traf auch schon der angeheuerte Pritschenwagen des Abschleppdienstes ein. Das war für mich der schönste Moments des Tages. Den Wagen und den darin sitzenden Fahrer zu sehen. Praktisch mein Retter in der Not. So sah ich es in diesem Moment. Der Pritschenwagen hatte in windeseile meinen Opel hinten drauf und ich setzte mich vorn auf den Beifahrersitz. Der Herr vom Dienst war sehr freundlich und ich bin dankbar, in solchen Situationen auf Personen mit Ruhe und Geduld, sowie den richtigen Utensilien zu begegnen.